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Was ist eine Berufshaftpflichtversicherung?

Eine Berufshaftpflichtversicherung in der Schweiz schützt Personen und Unternehmen vor finanziellen Folgen, wenn durch die berufliche Tätigkeit ein Schaden bei Dritten entsteht. Besonders relevant ist sie für beratende, planende oder verantwortungsvolle Tätigkeiten, bei denen Fehler, Falschberatung, Fristversäumnisse oder Pflichtverletzungen hohe finanzielle Folgen haben können.

Die Berufshaftpflichtversicherung ist speziell für beratende Berufe konzipiert und bietet umfassenden Schutz. Neben Personen- und Sachschäden deckt sie auch sogenannte Vermögensschäden ab, die aus Beratertätigkeiten resultieren können. Der Schweizerische Kaderverband (SKV) stellt massgeschneiderte Lösungen für verschiedene Berufsgruppen bereit

  • Versicherungsvermittler: Ab 01.01.2024 ist die Berufshaftpflichtversicherung für ungebundene Versicherungsvermittler gemäss der neuen VAG-Revision obligatorisch.
  • Finanzdienstleister (FIDLEG), Vermögensverwalter (FINIG), Konsumkreditvermittler: Finanzdienstleister benötigen eine Berufshaftpflicht zur Eintragung ins Beraterregister, Vermögensverwalter zur Beantragung der FINMA-Lizenz. Ebenfalls wird für Konsumkreditvermittler eine Bankgarantie oder eine Versicherung vorausgesetzt.
  • IT-Dienstleister: Abdeckung für Schäden an Software oder durch Datenverarbeitung bei Dritten.
  • Architekten / Ingenieure: Schutz bei Schäden an Anlagen und Bauten, die durch fehlerhafte Planungsarbeiten entstanden sind.
  • Treuhänder, Unternehmensberater, Rechtsanwälte, Marketingberufe, Immobilienvermittler und weitere beratende Berufe: Massgeschneiderter Schutz für eine Vielzahl weiterer beratenden Berufe.

Erleidet ein Kunde durch eine Fehlberatung oder eine Unterlassung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit einen finanziellen Schaden, bietet die Berufshaftpflichtversicherung wertvollen Schutz. Sie übernimmt nicht nur die Kosten für berechtigte Ansprüche, sondern unterstützt dich auch aktiv bei der Abwehr unberechtigter Forderungen – ein starker passiver Rechtsschutz, der dich vor unnötigen Risiken bewahrt. Hier eine detaillierte Auflistung der Deckungen:

  • Grobe Fahrlässigkeit
  • Strafrechtliche Ermittlungen und Untersuchungsverfahren / Verfahren gegen versicherte Personen
  • Beschädigung oder Verlust von fremden Dokumenten
  • Haftung für unredliche Mitarbeiter
  • Rufschädigungen und Ehrverletzungen
  • Verletzung von Persönlichkeits- und Immaterialgüterrechten

  • Wissentliche / vorsätzliche Pflichtverletzungen
  • Eigenschäden - Schäden die erhoben werden von Mutter-, Tochter- oder Beteiligungsgesellschaften
  • Vertragliche Haftungsabreden
  • Streitigkeiten über Vergütungen wie Honorare, Gebühren, Kommissionen, usw. für Dienstleistungen gegenüber Dritten
  • Bussen, Geldstrafen und Konventionalstrafen
  • Hängige Rechtsverfahren
  • Konkurs des Versicherungsnehmers

  • Versicherungsvermittler: Ein Broker in der Schweiz empfiehlt einem Kunden eine unzureichende Versicherung, was zu erheblichen finanziellen Verlusten bei diesem führt. Der Kunde fordert Schadenersatz. Die Versicherung übernimmt die gerechtfertigten Ansprüche sowie auch die Abwehrkosten für unberechtigte Ansprüche.
  • Finanzdienstleister FIDLEG: Ein Schweizer Finanzdienstleister versäumt es, einen wichtigen Warnhinweis zu einer Aktienempfehlung zu kommunizieren. Der Kunde investiert und verliert Geld. Aufgrund dieser Fahrlässigkeit erhebt der Kunde Schadensersatzansprüche, die unsere Versicherung abdeckt.
  • Vermögensverwalter FINIG: Ein Vermögensverwalter gibt falsche Informationen über die Performance eines Fonds weiter, was zu finanziellen Einbußen für den Kunden führt. Der Kunde macht Schadensersatzansprüche geltend.
  • Architekt: Ein schweizerischer Architekt hat aufgrund eines Berechnungsfehlers zu grosse Fenster bestellt. Diese wurden bereits speziell für diese Baute produziert. Die Fenster müssen nochmals neu angefertigt werden. Die Versicherung übernimmt den Bautenschaden sowie allfällige Folgeschäden (z.B. aufgrund verzögerter Bauabnahme.
  • Ingenieur: Durch einen Planungsfehler eines Ingenieurs in der Schweiz an einer Heizungssteuerungsanlage kommt es zu einem Brand an der Heizungsanlage. Der Schaden an der Heizungsanlage gilt als versicherter Bautenschaden.
  • Unternehmensberater: Ein Unternehmensberater erstellt einen Plan zur Optimierung der Betriebsabläufe eines Unternehmens. Aufgrund unzureichender Recherchen kommt es zu einer falschen Implementierung, was dem Unternehmen finanzielle Verluste bringt. Der Kunde macht Schadensersatzansprüche geltend, die die Versicherung abdeckt.
  • Treuhänder: Ein Treuhänder führt fehlerhafte Buchungen durch, was zu finanziellen Nachteilen für den Klienten führt. Der Klient verlangt Schadensersatz, und die Versicherung kommt für die Ansprüche auf.
  • Anwälte: Ein Schweizer Anwalt versäumt eine Frist für die Einreichung einer Berufung, wodurch der Klient seinen Fall verliert. Der Klient erhebt Schadensersatzansprüche, die die Versicherung abdeckt, indem sie sowohl unberechtigte Ansprüche abwehrt als auch berechtigte zahlt.
  • IT-Dienstleister: Ein IT-Dienstleister implementiert eine Softwarelösung bei einem Kunden, die erhebliche Sicherheitslücken aufweist. Ein Datenleck führt zu Schäden für den Kunden, der Schadensersatzansprüche erhebt. Die Versicherung deckt die Abwehr unberechtigter und die Zahlung berechtigter Ansprüche.

Die Kosten einer Berufshaftpflichtversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen insbesondere die ausgeübte Tätigkeit, der Jahresumsatz, die gewünschte Versicherungssumme sowie der individuelle Versicherungsumfang.

Als Mitglied des Schweizerischen Kaderverbands SKV profitieren Sie von vorteilhaften Konditionen für Ihre Berufshaftpflichtversicherung. Dank unserer Versicherungslösungen können Selbständigerwerbende sowie Unternehmen ihren beruflichen Haftpflichtschutz zu attraktiven Konditionen abschliessen.

Ihre Vorteile beim SKV

Die Berufshaftpflichtversicherung des SKV für Beraterberufe wie Rechtsanwälte, Unternehmensberater, Treuhänder, Versicherungsberater, Vermögensverwalter, Architekten und Ingenieure, IT-Dienstleister und Marketingberater bietet ein umfangreiches Leistungspaket zu vorteilhaften Prämien und tiefe Selbstbehalte. Neben Personen- und Sachschäden sind auch allfällige Vermögensschäden aus Beratertätigkeiten gedeckt.

  • Marktgerechte vorteilhafte Prämien
  • Deckung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Absicherung gegen finanzielle Forderungen aus Schadenersatzansprüchen
  • Abwehr ungerechtfertigter Ansprüche
  • Betriebshaftpflichtversicherung ist in der Deckung eingeschlossen
  • Tiefe Selbstbehalte
  • Umfassende Deckung mit vielen zusätzlichen eingeschlossenen Leistungen
  • Unkomplizierte Schadenregulierung vor Ort in deutscher Sprache

Häufige Fragen zur Haftpflicht für Beraterberufe

Eine Betriebshaftpflichtversicherung deckt Sach- und Personenschäden und empfiehlt sich vor allem für handwerkliche Berufe. Eine Berufshaftpflichtversicherung deckt nebst den Sach- und Personenschäden zusätzlich Vermögensschäden aus Beratertätigkeiten, wie zum Beispiel Schäden durch Beratungsfehler und empfiehlt sich vorallem für beratende Berufe.

Es gibt Branchen wie zum Beispiel Finanzdienstleister oder Vermögensverwalter, Rechtsanwälte und Versicherungsberater, für die eine Berufshaftpflichtversicherung zur Ausübung des Berufes von Gesetzes wegen vorgeschrieben ist. Bei anderen Berufsgruppen ist eine Berufshaftplichtversicherung nicht verpflichtend, wird aber vor allem für Freiberufler und Selbständigerwerbende sehr empfohlen.

Die Vertragslaufzeit der Berufshaftpflichversicherung dauert jeweils ein Jahr. Sofern der Vertrag nicht gekündigt wird, verlängert sich dieser automatisch um ein weiteres Jahr

Eine Berufshaftpflichtversicherung ist besonders wichtig, wenn ihre Tätigkeit zu finanziellen Schäden bei Kunden führen kann. Dazu gehören beispielsweise Unternehmensberater, Treuhänder, IT Berater, Personalberater, Marketingberater, Finanzberater, Versicherungsbroker und weitere spezialisierte Beratungsberufe. Bereits eine falsche Empfehlung, eine fehlerhafte Berechnung oder eine Verletzung beruflicher Sorgfaltspflichten kann hohe Schadenersatzforderungen auslösen. Die Berufshaftpflichtversicherung schützt vor den finanziellen Folgen solcher beruflichen Fehler. Sie prüft zudem, ob die geltend gemachten Ansprüche berechtigt sind, und wehrt je nach Versicherungsschutz unberechtigte Forderungen ab. Für selbständige Berater und Beratungsunternehmen in der Schweiz ist sie deshalb ein wichtiger Bestandteil der betrieblichen Absicherung.

Eine Berufshaftpflichtversicherung in der Schweiz sollte auf die konkrete berufliche Tätigkeit und die damit verbundenen Risiken abgestimmt werden. Für eine Offerte werden in der Regel Angaben zur Tätigkeit, zum Jahresumsatz, zur Anzahl Mitarbeitenden und zu möglichen besonderen Risiken benötigt. Auf dieser Grundlage können passende Versicherungsleistungen und Deckungssummen bestimmt werden. Wichtig ist, dass sämtliche relevanten Tätigkeitsbereiche korrekt angegeben. Beim Schweizerischen Kaderverband SKV können sich Selbständige sowie KMU persönlich beraten lassen und eine passende Versicherungslösung anfragen.

Die sinnvolle Deckungssumme einer Berufshaftpflichtversicherung hängt von der beruflichen Tätigkeit, der Unternehmensgrösse und dem möglichen Schadenpotenzial ab. Entscheidend ist insbesondere, wie hoch ein finanzieller Schaden bei einem Kunden im schlimmsten Fall ausfallen könnte. Auch die Grösse der betreuten Kunden, Auftragsvolumen und vertragliche Anforderungen sollten berücksichtigt werden. Je nach Beratungsberuf und Risiko können unterschiedliche Deckungssummen sinnvoll sein. Eine zu tief angesetzte Versicherungssumme kann dazu führen, dass ein Teil eines Schadens selbst getragen werden muss. Deshalb empfiehlt es sich, die passende Deckungssumme gemeinsam mit den SKV Versicherungsspezialisten anhand der individuellen Tätigkeit festzulegen.

Formulare und Downloads

Weitere Versicherungs­lösungen

Diese Versicherungen können Ihre Berufshaftpflichtversicherung, je nach Arbeitsumfeld, sinnvoll ergänzen.

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