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Sinn und Zweck eines Vorsorgeauftrages

Der Verlust der Urteilsfähigkeit durch einen Unfall oder eine Krankheit kann jeden treffen. Keiner denkt gerne daran. Der Vorsorgeauftrag, mit welchem man im Fall der Urteilsunfähigkeit im Voraus bestimmt, wer für einen die rechtsverbindlichen Entscheidungen trifft, ist zurzeit in aller Munde. Macht ein Vorsorgeauftrag Sinn? Der Schweizerische Kaderverband ist klar der Meinung, JA!

Denn mit dem Vorsorgeauftrag können Sie vorsorglich eine oder mehrere Vertrauenspersonen für einen späteren Vorsorgefall bestimmen. Von einem Vorsorgefall spricht man dann, wenn Sie infolge eines Unfalls (und bspw. anschliessendem Koma) oder einer schweren Krankheit (bspw. Demenz) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, rechtsverbindliche Entscheidungen zu treffen. Mit der Bestimmung eines Vorsorgebeauftragten sorgen Sie vor, so dass Ihre Ansprüche und Anliegen auch im Vorsorgefall durchgesetzt werden. So schränken Sie die Macht der KESB ein und schützen damit Kinder und Erwachsene vor dem Missbrauch dieser Macht.

 

Der Vorsorgeauftrag kann auf zwei unterschiedliche Arten erstellt werden:

 

  • Massgeschneiderter Vorsorgeauftrag: Sie lassen den Vorsorgeauftrag durch einen öffentlichen Notar beurkunden: Die notariell erstellte Urkunde ist lediglich durch den Notar und durch Sie zu datieren und zu unterzeichnen.

 

 

  • Einfacher Vorsorgeauftrag: Sie erstellen Ihren Vorsorgeauftrag von A-Z selbst und handschriftlich. Dies bedeutet, dass der Inhalt des Vorsorgeauftrages sowie die Datierung und Unterzeichnung komplett handschriftlich abgefasst werden muss.

 

Der massgeschneiderte und beurkundete Vorsorgeauftrag lässt nahezu keine Diskussionen über die Gültigkeit sowie Umsetzbarkeit des Vorsorgeauftrages im späteren Validierungsprozess aufkommen. Er ist somit rechtssicherer und ebenso schneller umsetzbar, da keine Diskussionen mit der KESB entstehen.